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Thursday, June 29, 2006

Der italienische Mann

Da ist mal ein wirklich witziger Text von Achim Achilles (Eingeölt und angeschmiert) ... und was tut der Cheffe von Spiegel Online, die Memme? Zieht den Schwanz ein und lässt den Text entfernen und entschuldigt sich auch noch, weil sich wohl ein paar Italiener beschwert haben. Guckst du hier:
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,423809,00.html

Aber nicht mit nagi: Hier der vollständige Text. Tja, truth hurts!

Der italienische Mann, nennen wir in Luigi Forello, ist eine parasitäre Lebensform. Er ist nicht in der Lage, ohne fremde Hilfe zu überleben. Irgendwo saugt er sich immer fest. Und dann lässt er sich fallen. Gern auch auf dem Fußballplatz. Luigi Forello ist fortgesetzt damit beschäftigt, seine Hilflosigkeit zu zeigen. Das fängt schon beim Namen an. Wer nicht Luigi heißt, hört auf “Andrea” oder “Luca”.
Luigis vorrangiges Lebensziel ist das Vermeiden von Anstrengung. Liebstes Wirtstier ist “La Mama”, seine großbrüstige Erzeugerin, die ihm seine halbseidenen Socken wäscht und jeden Tag Nudeln kocht, mit dick Soße drauf. Wenn er ungefähr 30 Jahre alt ist, wechselt der italienische Mann die Köchin. Er heiratet, um sich fortzupflanzen. Die Folgen sind grausam. Eine ehemals strahlend schöne Italienerin verwandelt sich binnen weniger Monate in eine breithüftige Küchenmaschine - eine neue Mama. Das ist ihm aber egal, denn Luigi ist mit der Teilnahme an einem Autokorso beschäftigt, sofern sein klappriger Fiat es bis dahin schafft. Zum Essen ist er aber wieder da.
Beim Sport ist unser Luigi besonders tückisch, wie man jedes Jahr millionenfach an den Stränden der Adria beobachten kann. Er braucht Stunden, um seinen schmächtigen Körper und das Haupthaar einzuölen, seinen Rücken von Fellresten zu befreien und sein wenig spektakuläres Gemächt in eine viel zu enge Badehose zu stopfen. Dann stolziert er stundenlang umher, um schließlich maximal fünf Minuten beim Strandfußball mitzumachen. Er springt wie ein Wahnsinniger umher, imitiert brüllend Gesten, die er im Fernsehen gesehen hat, trifft den Ball höchst selten, die Knochen der anderen dafür umso härter.
Weil er schnell erschöpft ist, genügt ihm die leiseste Berührung eines Gegners, um melodramatisch zu Boden zu gehen. Noch im Stürzen wirft er einen Blick ringsum, ob im Publikum genügend Menschen sind, insbesondere Frauen, die ihn bemitleiden und wieder aufpäppeln. Schmachtende Blicke deutscher Urlauberinnen sind die Lebensgrundlage des italienischen Mannes.
Insofern geschah gestern nicht Ungewöhnliches. Fabio Grosso fiel im Strafraum und grinste noch im Fallen. Der nicht minder ölige Francesco Totti verwandelte dann den Elfmeter gegen Australien. Danach lutschte er am Daumen. Das ist normal bei italienischen Männern. Es war wie immer. Am Freitag werden die kickenden Holzfäller aus der Ukraine eingeölt und angeschmiert. So schlawinern sich die Italiener mal wieder bis ins Halbfinale. Dann, liebe Luigis, ist allerdings Feierabend. Wir haben da noch ein paar Rechnungen vom letzten Italien-Urlaub.

5 Comments:

Anonymous Anonymous said...

Wie oft mussten wir uns schon anhören wir hätten das weiterkommen nicht
verdient.

(War noch nie der Fall...oder?

Die anderen hätten einen Penalty kriegen sollen, wir hätten den Penalty
nicht bekommen dürfen usw. Obwohl Mannschaften wie Brasilien, England oder
Holland nicht überzeugen konnten, verliert kein Schweizer darüber ein Wort.
Sie stürzen sich immer wieder auf die Italienische Nationalmannschaft.
Gewinnt Brasilien im Finale 94 gegen Italien, so hupen die Schweizer mit
ausgestreckten Brasilien-Fahnen auf den Strassen. Verliert Italien gegen
Frankreich im Finale 2000 so hupen die Schweizer mit den Frankreich-Fahnen.
Als wären sie Franzosen oder Brasilianer. Was ist das eigentlich? Ein "
Italien - Komplex " ?

Auch diese WM, was mussten wir uns anhören. Wenn Ghana zwei Elfmeter
bekommen hätte, dann hätten sie ein Unentschieden rausgeholt. Ach wirklich?
Die USA, ja die USA. Was haben die denn angestellt? Nichts, obwohl sie sich
auf Platz 5 der Fifa Weltrangliste befinden. Die Tschechen, die unbedingt
gewinnen mussten, nach 15 Minuten war der Sturmlauf vorbei. Italien hat sie
alle neutralisiert und sich dabei selbst mehrere Torchancen erarbeitet,
meist mehr als der Gegner (Statistisch bewiesen, "also objektiv"). Ausserdem
hat Italien in der Qualifikation ein Tor mehr als die Schweiz erzielt, nein,
eigentlich sogar zwei, denn das Gegentor schoss auch ein Italiener.

Dann kam Australien. In der ersten Halbzeit 8:2 Torchancen für Italien. In
der zweiten Halbzeit, obwohl seit der 50. Minuten nur zu zehnt, liessen sie
nichts zu. Eine Chance für Australien, was für ein Sturmlauf! Sie sprechen
von einem ungerechtfertigten Penalty. Ach ja? Wenn ein Schweizer mehrere
Sprachen sprechen würde, könnte er sich ein objektives Bild machen, denn die
Weltpresse sagt was anderes. Was ist eigentlich mit der roten Karte? Das war
eine dunkelrote, gell? ;-)

Im Gegenzug die Schweiz. Sympathische Mannschaft. Super Köbi, Bescheiden,
konkret, respektvoll. Die Mannschaft, die Hälfte Secondos, einer der Ludovic
heisst, wahrscheinlich Marsmensch und dann noch paar Naturschweizer. Diese
Mannschaft spielt gegen Frankreich und kommt so gut wie zu keiner Torchance.
Kein Penalty? Der Müller hat aber ordentlich mit der Hand zugelangt. Unfair?
Der aggressive Frei der zum Handball-Spieler mutiert. Wo bleibt die
Objektivität, wo die Schweizer-Kritik? Gegen Togo? Eine Mannschaft die sie
zittern lies, mit 5.Liga Spieler aus Frankreich und Juventus Zürich STARS.
Die Koreaner, ach lassen wir das. Keine überzeugende Leistung, die teilweise
von der Fifa sogar als schlechtestes Spiel betitelt wurde. Ja, das Ukraine
Spiel sogar als Weltmeisterschaft untauglich. Die Schweizer aber sprachen
vom Weltmeister-Titel. Von Ukraine wegputzen. Von Italien rausschmeissen.
Berlin, Berlin wir kommen. Wieso? Weil ihr Togo geschlagen habt? Dann kam
die Ukraine und die Schweiz wurde statisch, konnten nur mit viel Glück ein
0:0 über die Zeit retten. Dann die Elfmeter, jeder Schweizer hätte darüber
gelacht, wären es die Italiener gewesen. Wir allerdings wissen, wie
schmerzhaft so was sein kann und möchten euch trösten. Pech gehabt, das
nächste mal gewinnt ihr, allerdings bisschen Penalty üben wäre nicht
schlecht. ;-)

Ja, möglicherweise fliegen wir gegen die Ukraine raus. Wir hätten es
sicherlich viel einfacher gegen die Schweiz haben können, denn die Ukraine
ist um einiges stärker. Aber ich muss ehrlich sein, ich freue mich auf die
Ukraine und auch wenn Italien rausfliegen sollte. Die Schweiz ist draussen
und für einmal (denn es passiert ja selten, dass die Schweiz International
mitspielen kann) habe ich Freude dass die Schweiz rausgeflogen ist. Ja ich
freue mich!

Aber keine Panik meine Schweizer Freunde, wir mögen euch (im Gegensatz zu
euch) und ihr könnt euch ja wieder mit den Brasilianer , Ukrainer ,
Argentiniern, Engländer oder sonst eines der Teams, die Italien rausfliegen
lässt, freuen!

Gratulation!

7:16 AM

 
Blogger skaty said...

also, wer versteht denn da keinen spass?? mein gott, die armen armen italiener - werden von den bösen bösen schweizern ja so fies durch den kakao gezogen. und was sollen wir deutschen sagen? gönaaau - wir sind ja so besonders beliebt bei den schweizern... nicht worte, sondern taten folgen lassen ;-). drüberstehen und den neid der besitzlosen geniessen. jaa, ich weiss, deutsche grosskotzigkeit - aber wenigstens kommt man so ins fiiiinaaaaleeeee :-)).

also, tifoso, wir sehen und im halbfinale.

p.s. der artikel stammt aus der feder eines deutschen, nicht eines schweizers!

12:31 PM

 
Anonymous Anonymous said...

ja, wir freuen uns, deutschland - italien im halbfinale und ehrlich gesagt, es ist mir egal wer gewinnt. deutschland hat mich wirklich verzaubert den sie spielen mit herz, elan und teamspirit.

deswegen, möge der bessere gewinnen.

grüsse eines italieners...

1:02 AM

 
Blogger ofioremio said...

nagiiiii du Gigu...

was für ein langweiliger text, schon hundert mal gehört oder gelesen, so wie beim schlimmsten Stammtisch von Hinterbüzensheim..uhhhh da schläft mir das Gesicht ein !aber liebe deutsche Freunde..nach Rimini fährt ihr dann gerne, und bestellt una piza kon proschutto e funki, aber ohne schinken bitte...

Nehmt euch lieber ein Beispiel an Jürgen Klinsmann, das ist ein Mann von Welt - ihm würde ich den Titel sehr gönnen, hat sein Zeugs durchgezogen und ist nicht klein zu kriegen von all den grossgekotzten Stimmen à la Beckenbauer und Rummenige und Breitner und...er ist das Aushängeschild des neuen Deutschen, intelligent und clever, nett und weltoffen,sprachgewandt und einfühlsam...nehmt ihn als Beispiel und die Welt wird euch wieder mehr lieben ! Viel Glück und Forza Italia

6:58 AM

 
Blogger i-podder said...

touché!

2:55 AM

 

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